Kurz gesagt: Bei fortgeschrittener Kniearthrose bringt ein künstliches Gelenk Schmerzfreiheit und Beweglichkeit zurück. Ist nur ein Bereich des Knies geschädigt, genügt oft eine gelenkerhaltende Teilprothese. Operiert wird im Krankenhaus Hedwigshöhe, Beratung und Nachsorge laufen bei uns in der Praxis.
Wann ist ein künstliches Kniegelenk sinnvoll?
Bei fortgeschrittener Kniearthrose, der Gonarthrose, reibt Knochen auf Knochen. Ursachen sind Verschleiß, eine Achsfehlstellung oder ein früherer Unfall. Entscheidend für eine Operation ist, wie stark die Schmerzen Ihren Alltag bestimmen – nicht das Röntgenbild allein.
Woran Sie eine Kniearthrose merken
- Anlaufschmerz nach dem Sitzen, der sich beim Gehen bessert
- Schmerzen beim Treppensteigen, besonders bergab
- Schwellung und Steifigkeit, zunehmende Bewegungseinschränkung
Zuerst ohne Operation
Vor jedem künstlichen Gelenk steht die konservative Behandlung. Sie kann eine Operation oft über Jahre hinauszögern:
- Physiotherapie zur Kräftigung und Stabilisierung
- Gezielte Injektionen – Lokalanästhetika, Kortison oder Hyaluronsäure
- Akupunktur und manuelle Therapie zur Schmerzlinderung
- Hilfsmittel wie Einlagen, Bandagen oder Gehhilfen
- Entzündungshemmende Medikamente
Erst wenn darunter keine ausreichende Besserung eintritt, prüfen wir gemeinsam, ob eine Operation sinnvoll ist. Die Entscheidung treffen wir nachvollziehbar und ohne Druck.
Die Operation
Vollständiger Oberflächenersatz bei Verschleiß im ganzen Gelenk.
Gelenkerhaltend, wenn nur ein Bereich geschädigt ist – kleinerer Eingriff, schnellere Erholung.
Die Verankerung richtet sich nach Knochenqualität und Alter.
Austausch gelockerter, verschlissener oder infizierter Prothesen.
Die durchschnittliche Haltbarkeit einer Knieprothese liegt bei 15 bis 20 Jahren.
So läuft es ab
- BeratungDiagnostik und Entscheidung Untersuchung, Röntgen und bei Bedarf weitere Bildgebung. Wir besprechen die Prothesenmodelle, die Verfahren und den richtigen Zeitpunkt.
- OP-TagDer Eingriff In der Regel minimalinvasiv im Krankenhaus Hedwigshöhe. Ob zementiert oder zementfrei, entscheiden wir individuell.
- 5–7 TageStationärer Aufenthalt Mobilisation beginnt meist schon am ersten Tag nach der Operation, begleitet von der Physiotherapie.
- 3 WochenAnschlussheilbehandlung Wir unterstützen bei der Organisation der Reha.
- DanachNachsorge bei uns Kontrolltermine und Röntgenverlaufskontrollen über Jahre – in unserer Praxis in der Osdorfer Straße.
Operationsstandort
Häufige Fragen
Muss immer das ganze Gelenk ersetzt werden?
Nein. Ist nur ein Bereich des Knies verschlissen, reicht häufig eine Teilprothese, auch Schlittenprothese genannt. Der Eingriff ist kleiner, die Erholung schneller und das eigene Gelenk bleibt zu großen Teilen erhalten. Ob das in Ihrem Fall möglich ist, zeigt die Untersuchung mit Röntgenbild.
Wie lange hält eine Knieprothese?
Im Durchschnitt 15 bis 20 Jahre. Das hängt von Belastung, Knochenqualität und Gewicht ab. Bei Lockerung oder Verschleiß ist ein Wechsel möglich.
Wie lange bleibe ich im Krankenhaus?
In der Regel fünf bis sieben Tage. Die Mobilisation beginnt meist schon am ersten Tag nach der Operation. Anschließend ist eine dreiwöchige Anschlussheilbehandlung empfohlen.
Kann ich eine Operation hinauszögern?
Oft ja, über Jahre. Physiotherapie, gezielte Injektionen, Gewichtsreduktion und passende Hilfsmittel lindern die Beschwerden häufig deutlich. Wichtig ist, in Bewegung zu bleiben, aber Überlastung zu vermeiden – und früh mit der Behandlung zu beginnen.
Wer operiert?
Kristian Nottebaum, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Hauptoperateur des zertifizierten Zentrums. Er hat die Abteilung für Endoprothetik am Krankenhaus Hedwigshöhe aufgebaut und als leitender Oberarzt geführt.
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Starke Gelenkschmerzen, die Ihre Lebensqualität einschränken? Wir beraten Sie offen – auch dann, wenn eine Operation noch nicht nötig ist.
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