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Hüftprothese – künstliches Hüftgelenk in Berlin

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Kurz gesagt: Bei fortgeschrittener Hüftarthrose kann ein künstliches Gelenk die Schmerzen nehmen und die Beweglichkeit zurückbringen. Zuvor schöpfen wir die konservativen Möglichkeiten aus. Operiert wird minimalinvasiv im Krankenhaus Hedwigshöhe, Beratung und Nachsorge laufen bei uns in der Praxis.

Wann ist ein künstliches Hüftgelenk sinnvoll?

Bei fortgeschrittener Hüftarthrose, der Coxarthrose, wird der Knorpel im Gelenk dünner. Über die Hälfte dieser Arthrosen entsteht ohne erkennbare Ursache, eine bekannte Ursache ist die Hüftdysplasie. Entscheidend für eine Operation ist nicht das Röntgenbild, sondern wie stark Sie im Alltag eingeschränkt sind.

Woran Sie eine Hüftarthrose merken

  • Schmerzen in der Leiste, zunächst nur phasenweise
  • Schmerzen, die ins Knie ausstrahlen – oft das erste Zeichen, obwohl das Knie selbst gesund ist
  • Zunehmende Steifigkeit: Schuhe binden fällt schwer, tiefes Sitzen wird gemieden

Zuerst ohne Operation

Vor jedem künstlichen Gelenk steht die konservative Behandlung. Sie kann eine Operation oft über Jahre hinauszögern:

  • Physiotherapie zur Kräftigung und Stabilisierung
  • Gezielte Injektionen – Lokalanästhetika, Kortison oder Hyaluronsäure
  • Akupunktur und manuelle Therapie zur Schmerzlinderung
  • Hilfsmittel wie Einlagen, Bandagen oder Gehhilfen
  • Entzündungshemmende Medikamente

Erst wenn darunter keine ausreichende Besserung eintritt, prüfen wir gemeinsam, ob eine Operation sinnvoll ist. Die Entscheidung treffen wir nachvollziehbar und ohne Druck.

Die Operation

Hüft-Totalendoprothese (HTEP)

Vollständiger Ersatz von Kopf und Pfanne – das Standardverfahren bei fortgeschrittener Coxarthrose.

Hemiprothese

Einseitiger Ersatz, etwa als Hüftkopfprothese nach einem Schenkelhalsbruch.

Zementiert oder zementfrei

Die Verankerung richtet sich nach Knochenqualität und Alter – auch eine Mischform ist möglich.

Wechseloperation

Austausch gelockerter, verschlissener oder infizierter Prothesen, auch in komplexen Situationen.

Die durchschnittliche Haltbarkeit einer Hüftprothese liegt bei 15 bis 20 Jahren.

So läuft es ab

  • BeratungDiagnostik und Entscheidung Untersuchung, Röntgen und bei Bedarf weitere Bildgebung. Wir besprechen die Prothesenmodelle, die Verfahren und den richtigen Zeitpunkt.
  • OP-TagDer Eingriff In der Regel minimalinvasiv im Krankenhaus Hedwigshöhe. Ob zementiert oder zementfrei, entscheiden wir individuell.
  • 5–7 TageStationärer Aufenthalt Mobilisation beginnt meist schon am ersten Tag nach der Operation, begleitet von der Physiotherapie.
  • 3 WochenAnschlussheilbehandlung Wir unterstützen bei der Organisation der Reha.
  • DanachNachsorge bei uns Kontrolltermine und Röntgenverlaufskontrollen über Jahre – in unserer Praxis in der Osdorfer Straße.

Operationsstandort

Stationär
Krankenhaus Hedwigshöhe
Höhensteig 1, 12526 Berlin
Vor- und Nachsorge in unserer Praxis in der Osdorfer Straße

Häufige Fragen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Operation?

Es gibt kein Alter und keinen Röntgenbefund, ab dem operiert werden muss. Entscheidend sind Ihre Beschwerden: Wenn Schmerzen trotz konsequenter konservativer Behandlung bleiben und der Alltag spürbar eingeschränkt ist, ist der Zeitpunkt gekommen. Diese Entscheidung treffen wir gemeinsam und ohne Druck.

Wie lange hält eine Hüftprothese?

Im Durchschnitt 15 bis 20 Jahre. Wie lange es im Einzelfall ist, hängt von Belastung, Knochenqualität und Gewicht ab. Bei Lockerung oder Verschleiß ist ein Wechsel möglich – auch das führen wir durch.

Wie lange bleibe ich im Krankenhaus?

In der Regel fünf bis sieben Tage im Krankenhaus Hedwigshöhe. Mit der Mobilisation beginnen wir meist schon am ersten Tag nach der Operation. Im Anschluss ist eine dreiwöchige Anschlussheilbehandlung empfohlen; bei deren Organisation unterstützen wir Sie.

Warum tut mir das Knie weh, wenn die Hüfte verschlissen ist?

Das ist typisch: Der Schmerz einer Hüftarthrose strahlt häufig ins Knie aus, bevor die Hüfte selbst schmerzt. Das Knie lässt sich dabei nicht genau drücken, der Schmerz bleibt diffus. Deshalb untersuchen wir bei unklarem Knieschmerz immer auch die Hüfte.

Wer operiert?

Kristian Nottebaum, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Er hat die Abteilung für Endoprothetik am Krankenhaus Hedwigshöhe aufgebaut und sechs Jahre als leitender Oberarzt geführt und ist Hauptoperateur des zertifizierten Zentrums.

Beratungstermin vereinbaren

Starke Gelenkschmerzen, die Ihre Lebensqualität einschränken? Wir beraten Sie offen – auch dann, wenn eine Operation noch nicht nötig ist.

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